Du willst eine E-Mail auf Englisch beenden und fragst dich, was „Mit freundlichen Grüßen“ auf Englisch heißt? Die kurze Antwort: Yours sincerely, Yours faithfully, Kind regards oder Best regards, je nachdem, wie förmlich deine Nachricht ist und ob du den Empfänger beim Namen ansprichst. Welche Grußformel auf Englisch wann passt, welche Fehler du vermeiden solltest und wie du eine Business-Mail sauber beendest, liest du hier.
Das Wichtigste in Kürze
- „Mit freundlichen Grüßen“ heißt auf Englisch je nach Kontext Yours sincerely (förmlich, Name bekannt), Yours faithfully (förmlich, Name unbekannt) oder Kind regards und Best regards (geschäftlich).
- Merkregel aus dem britischen Englisch: Anrede mit Namen endet auf Yours sincerely, Anrede ohne Namen (Dear Sir or Madam) endet auf Yours faithfully.
- Im Englischen steht nach der Grußformel ein Komma („Kind regards,“), im Deutschen nicht.
- Wörtliche Übersetzungen wie „With friendly regards“ sind ein No-Go und wirken sofort unprofessionell.
Was heißt „Mit freundlichen Grüßen“ auf Englisch?
Eine wörtliche 1:1-Übersetzung gibt es nicht: Das Englische kennt mehrere Schlussformeln, die je nach Förmlichkeit und Anrede die Rolle von „Mit freundlichen Grüßen“ übernehmen. Im britischen Englisch gilt eine klare Merkregel: Kennst du den Namen des Empfängers und sprichst ihn direkt an (Dear Ms Smith), endet der Brief oder die E-Mail mit Yours sincerely. Kennst du den Namen nicht und schreibst Dear Sir or Madam, ist Yours faithfully die korrekte Wahl.
Im amerikanischen Englisch sind Sincerely und Sincerely yours die gängigen förmlichen Varianten; sehr formell ist Respectfully yours. Kleiner Nebenunterschied: Amerikaner schreiben Mr. und Ms. mit Punkt, Briten ohne. Daneben haben sich Kind regards und Best regards als freundliche Standards für die meisten beruflichen E-Mails etabliert. Die wichtigsten Varianten im Überblick:
| Kontext | Englisch | Deutsch | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Sehr förmlich, Name unbekannt | Yours faithfully, | Mit freundlichen Grüßen | BE, nach „Dear Sir or Madam“ |
| Förmlich, Name bekannt | Yours sincerely, | Mit freundlichen Grüßen | BE, nach Anrede mit Namen |
| Förmlich, USA | Sincerely (yours), | Mit freundlichen Grüßen | US-Standard |
| Geschäftlich, neutral | Kind regards, | Freundliche Grüße | Sicherer Standard im Job |
| Geschäftlich, vertrauter | Best regards, | Beste Grüße | Bei bekannten Kontakten |
| Freundlich, informell | Best wishes, / All the best, | Alles Gute | Bei vertrauter Beziehung |
| Sehr locker | Cheers, | Viele Grüße | Eher UK, nur unter Kollegen |
Grußformel Englisch: förmlich oder locker?
Welche Verabschiedung in deiner englischen E-Mail passt, hängt vom Verhältnis zum Empfänger ab. Kind regards ist die sichere Wahl für fast jede geschäftliche Nachricht: freundlich, höflich, nie unpassend. Best regards klingt eine Spur persönlicher und eignet sich für Kontakte, mit denen du schon im Austausch stehst. Best wishes und All the best transportieren mehr Wärme und passen, wenn eine vertrautere Beziehung besteht.
Im amerikanischen Raum ist außerdem Thank you als Abschluss verbreitet, vor allem wenn deine E-Mail eine Bitte oder Frage enthält. Unter Kollegen, die täglich miteinander schreiben, reicht oft ein knappes Best oder sogar nur der eigene Vorname. Für englische Grußformeln in der E-Mail gilt dieselbe Faustregel wie im Deutschen: lieber eine Stufe förmlicher als zu locker, gerade beim ersten Kontakt. Eine zu saloppe Schlussformel kann unprofessionell wirken, bevor dein Anliegen überhaupt gelesen wurde. Weitere Standardsätze für Meetings, Telefonate und E-Mails findest du im Überblick zu Business-Englisch.
Anrede auf Englisch: so beginnt die E-Mail
Anrede und Grußformel gehören zusammen, denn die Anrede entscheidet mit, wie deine E-Mail endet. Kennst du den Namen, ist Dear Ms Smith oder Dear Mr Smith die richtige förmliche Anrede auf Englisch. Verwende dabei Ms als Standard für Frauen: Miss gilt als veraltet, Mrs nur für verheiratete Frauen, wenn du dir sicher bist. „Sehr geehrte Damen und Herren“ heißt auf Englisch Dear Sir or Madam und verlangt im britischen Englisch die Schlussformel Yours faithfully. Die sehr förmliche Variante To whom it may concern ist Behörden und offiziellen Schreiben vorbehalten; in einer Bewerbung auf Englisch wirkt eine Anrede mit Namen ohnehin stärker. In lockeren Geschäftsbeziehungen sind Hello oder Hi mit Vornamen üblich, dann darf auch die Grußformel auf Englisch informeller ausfallen.
No-Gos: diese Grußformeln vermeiden
Der häufigste Fehler ist die wörtliche Übersetzung: „With friendly regards“ existiert im Englischen nicht und entlarvt die E-Mail sofort als Übertragung aus dem Deutschen. Auch See you soon wirkt deplatziert, wenn kein Wiedersehen geplant ist, und ein knappes Bye ist geschäftlich zu flapsig.
Ein Sonderfall sind die Yours-Formeln: Im britischen Geschäftsverkehr sind sie weiterhin korrekt, in den USA wirken sie zunehmend steif. Dort greifst du besser zu Sincerely, Kind regards oder Thank you. Prüfe also, wo dein Empfänger sitzt.
Achtung
Zeichensetzung nicht vergessen: Im Englischen steht nach der Grußformel ein Komma („Kind regards,“), im Deutschen steht nach „Mit freundlichen Grüßen“ kein Satzzeichen.
Beispiel: englische Business-Mail richtig beenden
So sieht ein sauberer Schluss in der Praxis aus. Ein höflicher Schlusssatz leitet die Verabschiedung ein, dann folgen Grußformel, Komma und dein Name:
If you have any further questions, please don’t hesitate to contact me.
Kind regards, Anna Berger
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Fazit
Für „Mit freundlichen Grüßen“ auf Englisch gibt es drei sichere Wege: Yours sincerely bei förmlichen Mails mit Namensanrede, Yours faithfully ohne Namen im britischen Englisch und Kind regards als freundlicher Standard für den geschäftlichen Alltag. Dazu das Komma nach der Formel setzen, wörtliche Übersetzungen vermeiden, und deine englische E-Mail endet so professionell, wie sie begonnen hat.